Was machen Deutschlands Power-Frauen?

Wirft man einen Blick zurück in die Sport-Geschichte und sieht die Leistungen, die von vielen Sportlerinnen erreicht wurden, kann man sich schon mal die Frage stellen, was eigentlich aus ihnen geworden ist.

Sozialkünstlerinnen des Sports

Birgit Prinz

Die Profifußballerin zog sich 2012 zumindest als Spielerin aus dem Fußball-Geschäft zurück. So ganz ging sie dann aber doch nicht. Mittlerweile ist sie als Sportpsychologin bei der TSG Hoffenheim und kam als solche auch 2019 zu der Weltmeisterschafts-Endrunde in Frankreich mit.

Stefanie Maria „Steffi“ Graf

Über längere Zeit von Verletzungen geplagt, erklärte Graf nach einem Abbruch bei einem WTA-Turnier aufgrund einer Knieverletzung am 13. August 1999, sie würde den Profi-Tennis sofort verlassen. Nach einer gescheiterten Ehe ist sie nun glücklich verheiratet, hat zwei Kinder und bemüht sich durch ihre öffentlichen Aktionen und Wohltätigkeiten noch immer, ein gutes Vorbild zu bleiben.

Ulrike Nasse-Meyfarth

Ihr Privatleben behält die Hochsprung-Rekordhalterin zwar für sich, setzt sich aber öffentlich für das ein, was ihr wichtig ist und bleibt dabei bescheiden. So lehnte sie ihren Platz in der Hall of Fame des deutschen Sports ab, versucht junge Leute für Leichtathletik zu begeistern, setzt sich für Organspenden ein und versucht Verständnis für die von der Absage der Olympischen Spiele 2020 betroffenen Sportler zu schaffen.

Die Entwicklungen der Nationalmannschaften der Frauen im Fußball

Nachdem die Goldmedaille 2016 bei Olympia geholt wurde, kam erst einmal eine neue Trainerin und mit Steffi Jones holten die deutschen Frauen beim SheBelieves Cup 2017 auch den zweiten Platz. Bei der EM 2017 wurde die Gruppenphase als Sieger abgeschlossen, trotzdem war der Traum vom Titel dann im Viertelfinale gegen Dänemark vorbei. 2018 wurde Steffi Jones nach siegloser Teilnahme am SheBelieves Cup 2018 entlassen. Mit Übergangstrainer Horst Hrubesch konnte die Nationalelf sich für die WM 2019 qualifizieren und das Traineramt wurde an Martina Voss-Tecklenburg übergeben. Gegen Schweden war dann aber im Viertelfinale Schluss.